Parteienfinanzierung in Deutschland: Sponsoring (Video, ARD)

Auch Parteien lassen sich sponsern.

In Österreich ist es Sache einer Partei, ob sie Parteispenden offen legt. Zwar müssen große Beträge dem Rechnungshofpräsidenten gemeldet werden - der darf aber nichts weitererzählen.
Man kann also nur Vermutungen darüber anstellen, welche Unternehmen welchen Parteien welche Summen zukommen lassen - und was sie sich davon erhoffen.

Deutschland ist da besser.

In Deutschland müssen große Parteispenden ab 50.000 Euro nicht nur gemeldet, sondern auch veröffentlicht werden. Es gibt allerdings Schlupflöcher: Lässt sich eine Partei etwa (indirekt) sponsern, dann braucht sie das nicht zu melden.

Sponsoringmöglichkeiten gibt es zuhauf. Wirtschaftstreibende können etwa in Standmiete auf Parteitagen investieren oder Inserate in Parteizeitungen schalten. Das lassen sich Unternehmen auch einiges kosten: Der TKP (Tausenderkontaktpreis) in der CDU Parteizeitschrift UNION ist etwa 16 mal so hoch wie in vergleichbaren Zeitschriften, fand die ARD heraus, die in diesem Zusammenhang von einem "Schattenreich der Parteienfinanzierung" spricht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Parteispende#.C3.96sterreich

http://de.wikipedia.org/wiki/Parteispende#Deutschland


Video| aus ARD Monitor vom 12.1.2012

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